Kitesurf-Elite fliegt über die Förde

Die besten Kitesurfer Deutschlands haben sich am zurückliegenden langen Wochenende zum sportlichen Kräftemessen auf der Flensburger Förde getroffen. Am Strand von Holnis bei Glücksburg trafen sich die Drachenbändiger zur zweiten Station der Kitesurf-Trophy, bei der die Deutschen Meister in den Disziplinen Race, einem Geschwindigkeits- rennen und Freestyle gekürt werden.

Der Tourstopp in Holnis war für die Besten der Szene die Generalprobe für den MINI Kitesurf World Cup auf Sylt (26. Juni – 01. Juli), der als Höhepunkt der Kitesurf-Saison in Deutschland gilt.

 

In absoluter Topform präsentierte sich erneut Florian Gruber aus Garmisch-Partenkirchen. Der Bayer fuhr im Race der Deutschen Konkurrenz souverän davon und kann sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel machen. Nur der Ausgang des Championsleague-Finales konnte dem glühenden FC Bayern-Fan an diesem Wochenende die Laune vermiesen. „Jetzt muss ich wohl dafür sorgen, dass ein Titel nach Bayern kommt.“, nahm Florian Gruber es mit Humor. Auf die Plätze 2 und 3 schafften es der Däne Björn Rune Jensen und der Schweizer Mike Martin.

 

Auch im Race der Damen lässt sich mit Christine Bönniger (Kiel) eine klare Favoritin für den Meistertitel ausmachen. Die Deutsche Meisterin aus dem Vorjahr hat sich hohe Ziele gesteckt. „Die Verteidigung des Meistertitels ist die Pflicht. Die Teilnahme an Olympia 2016 wäre dann die Erfüllung eines Traumes“, sagte Christine Bönniger. Sie verwies Annett Bremer (Hamburg) und Heike Wycisk (Berlin) auf die Plätze 2 und 3.

Nachdem der Wind beim ersten Tourstopp der Kitesurf-Trophy für Wettkämpfe bei den Freestylern nicht gereicht hatte, konnten in Holnis auch die Akrobaten unter den Kitern mit ihren waghalsigen Sprüngen und Manövern glänzen. Dabei zeigte der mehrfache Deutsche Meister Mario Rodwald, dass er in dieser Disziplin aktuell das Maß aller Dinge in Deutschland ist. „Der Sieg in Holnis war für mich nicht nur wichtig für das Rennen um den Meistertitel. Er motiviert mich zusätzlich noch für den MINI Kitesurf World Cup auf Sylt.“, sagte Rodwald nach dem Sieg. Lokalmatador Nils Wesch (Langballig) erkämpfte sich in Holnis Platz 2. Dritter wurde Christian Brill aus St. Peter-Ording. 

Bei den Freestylerinnen hat zur Zeit Sabrina Lutz (Hamburg) die Nase im Kampf um die Meisterschaft vorn. Sie setzte sich gegen Anne Valvantne (Hamburg) und Michaela Laskowski (Berlin) durch. Alle drei werden ebenfalls am MINI Kitesurf World Cup auf Sylt teilnehmen.

Ein besonderes Augenmerk galt in Holnis den Renn-Wettkämpfen der Junioren, da sich unter ihnen vielleicht das ein oder andere Talent für Olympia 2016 verbirgt. Bei den Rennspezialisten demonstrierte der Oldenburger Jannis Maus erneut seine Überlegenheit gegenüber der Konkurrenz und verwies Jan Bremer (Hamburg) und Xaver Kiebler (Tanning) auf die Plätze 2 und 3. Im Freestyle stand Linus Erdmann (Hamburg) vor Tom Schiffmann (Schwerte) und Femi Collins (St.Peter-Ording) auf dem Treppchen.

 

Das Finale der Deutschen Meisterschaftsserie Kitesurf-Trophy findet vom 10. bis 12. August am Südstrand von Fehmarn statt. Vorher trifft die Deutsche Kitesurf-Elite beim MINI Kitesurf World Cup auf Sylt (26. Juni – 01. Juli) auf die besten Kitesurfer Welt. Auf der vom Weltseglerverband anerkannten und unterstützten Kitesurf-Veranstaltung wird der neue IKA-Weltmeister im Slalom Racing ermittelt. Außerdem ist Sylt Station der MINI Kitesurf Tour Europe, bei der der Europameister ermittelt wird.

 

Alle Gesamtergebnisse hier...

 

Ergebnisse

Freestyle Men

1.Mario Rodwald

2.Nils Wesch

3.Christian Brill

 

Freestyle Women

1.Sabrina Lutz

2.Anne Valvatne

3.Michaela Laskowski

 

Freestyle Junior

1.Linus Erdmann

2.Tom Schiffmann

3.Femi Collins

 

Race Men

1.Florian Gruber

2.Björn Rune Jensen

3.Mike Martin

 

Race Women

1.Christine Bönniger

2.Annett Bremer

3.Heike Wycisk

 

Race Junior

1.Jannis Maus

2.Jan Bremer

3.Xaver Kiebler