Christine Bönniger über Muskelkater und dem perfekten Caddy

Christine Bönniger, Masterstudentin aus Kiel,  kann viele Erfolge bezüglich Race und Snowkiten auf ihrem Konto verbuchen. Wir haben sie unter anderem nach ihrer Strategie für 2012 und über das richtige Frühstück an einem Wettkampftag befragt. 


KST: Wirst du auch in diesem Jahr in beiden Disziplinen (Freestyle und Race) antreten?

 

Christine: Ja, ich habe es mir jedenfalls so vorgenommen. Allerdings werde ich schauen wie anstrengend sich das Ganze gestaltet. Letztes Jahr in Büsum waren erst Rennen und danach direkt mein Freestyle-Heat. Da war ich ganz schön ausgepumpt und konnte in meinem Freestyle-Heat nicht alles zeigen. Aber es macht einfach beides viel Spaß, jedoch wird dieses Jahr der Fokus eher auf Race liegen.

 

KST: Hast du schon eine Strategie entwickelt um deinen Titel „Deutsche Meisterin Race 2011“ zu verteidigen?

 

Christine: Tja, die Strategie, die jeder kennt und die am anstrengendsten ist: viel Training und dann noch mehr Training. Am meisten Spaß macht es wenn ich mit mehreren in einer Gruppe trainiere. Wir haben hier in der Kieler Umgebung mittlerweile eine nette Racerunde mit Roy Rodwald, Darian Rubbel, Rene Fleischer und Jonas Kaufmann. Neue Gesichter sind immer willkommen. Mal schauen, ob sich das auszahlt. Falls nicht  hatte ich stundenlang einen Riesenspaß auf dem Wasser mit Raceboard durch die Gegend heizend. 

 

 

KST: Was sind die Voraussetzungen, um beim Race zu starten? Denn wie wir im vergangenen Jahr sehen konnten, gab es so einige Rennen direkt hintereinander weg.  Wie trainierst du deine Kondition?

 

Christine: Wenn ich Race trainiere bin ich schon meist mehrere Stunden aufm Wasser. Über den Winter habe ich mich mit Fahrradfahren und Krafttraining fit gehalten. Da wird eine ähnliche Muskelgruppe beansprucht, sodass ich am Beginn der Saison nicht wieder bei Null anfangen muss. Aber nach dem ersten Racen ist trotzdem mindestens einkleiner Muskelkater vorprogrammiert. Fahrradfahren ist eben doch kein Racen! :D Neben einer guten Kondition ist unbedingt Voraussetzung Spaß an der Battle mit den Anderen zu haben, taktische Ideen um sich von seinen Konkurrenten absetzen zu können.


KST: Yoga schon ausprobiert? Wenn ja, dein Eindruck?

 

Christine: Nein, noch nie ausprobiert. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es für die Stabilität der Rumpfmuskulatur sehr gut sein könnte.

KST: Ein harter Wettkampftag steht bevor, 16 Knoten, leichter Regen, wie motivierst du dich?

 

Christine: Regen ist schon sehr demotivierend, allerdings sind wir Kiter ja nicht aus Zucker. Solange Wind vorhanden ist, ist die Stimmung super. Abgesehen davon sind viele nette Menschen bei den Wettkämpfen, die einen unterstützen und anfeuern.

KST: Zum Frühstück würde es was bei dir geben?

 

Christine: Kohlenhydrate! Müsli oder ein paar Butterbrote, was gerade zur Hand ist. Allerdings ist es meist eher so, dass ich vor Anspannung vorher eher weniger esse. Der Kohlehydratspeicher wird dann abends in Ruhe wieder aufgefüllt.

 

KST: Wie sieht für dich ein perfekter Caddy aus?

 

Christine: Nicht zu groß, sportlich durchtrainiert, selber Kiter mit dunkelblonder Haarlocke ins Gesicht fallend. Mein Caddy muss tatsächlich so aussehen wie mein Freund. ;)

KST: Die Titelseiten der Kitemagazine werden meistens mit tollen Shots von den Freestylern besetzt. Wie würde für dich ein attraktives Race-Foto  aussehen? Weniger ist mehr?  

 

Christine: Weniger ist in diesem Fall nicht mehr. :D Je mehr Druck im Schirm und je mehr Schirme am Himmel, desto dramatischer das Foto.  Und abgesehen davon und auf die zweite Bedeutung von "Weniger ist mehr" betreffend: Die meisten Racer verwenden Sitztrapeze. Ob eine Bikini-bekleidete Sitztrapez-fahrende Race-Lady attraktiv ist, muss jeder für sich entscheiden. 

 

 

Mehr Infos über Christine findet man auf ihrer Website .