Tarifa 2011 - Reisebericht von Meike Erichsen

Die neue Cabrinha Teamfahererin nutze ihre Semesterferien für eine Trainingeinheit in Tarifa. Was sie dort erlebt hat, lest ihr hier.

Wenn man einen vielseitigen Spot zum trainieren sucht, dann ist Tarifa wohl der perfekte Ort dafür. Aus dem Grund bin ich auch dieses Jahr wieder dorthin geflogen. Die Semesterferien waren lang und so konnte ich einen ganzen Monat in meiner schon fast zweiten Heimat verbringen.

Das Schöne an Tarifa ist, dass man dort einfach leben kann und nicht in irgendeiner Touristen Hochburg feststeckt. Man hat hunderte Alternativen, wenn kein Wind sein sollte und man kann sich sicher sein mindestens ein Dutzend Bekannte und Freunde zu treffen.
Am allerersten Tag meinte es der Wind gut mit uns und wir konnten in der kleinen Lagune unterhalb der Düne aufs Wasser gehen.  Es war wirklich pures Glück, dass wir dort aufs Wasser konnten. Dazu bedarf es nämlich der untypischen Windrichtung aus Süd und einem vollem Wasserbecken. Es war der perfekte Start in den „Urlaub“.

Die darauf folgenden Tage drehte der Wind allerdings auf sehr starken Levante. Als gute Alternative bietet sich dazu Palmones an, weil dort der Wind nicht allzu stark ankommt. Palmones liegt zwischen Algeciras und Gibraltar. Aber selbst dort war der Wind noch so stark, dass man mit dem 7er komplett überpowert war.

Zum Glück drehte der Wind bald wieder auf Poniente und wir konnten am Stadtstrand aufs Wasser gehen. Es gibt für mich nichts besseres, als morgens am Strand laufen zu gehen, dann zu frühstücken mit frischen Baguettes und auf den Wind zu warten. Das tolle am Stadtstrand ist, dass man beim richtigen Tidestand perfekte Bedingungen haben kann. Bei auflaufendem Wasser ist es einfach perfekt, mit schönen Wellen und dazwischen spiegelglattes Wasser.

Einige Tage waren so gut, dass wir bis zum Sonnenuntergang auf dem Wasser blieben. Wenn wir danach zu müde waren noch selber etwas zu kochen ging es in die „Scherenpizzaria“. Dort bekommt man riesige Pizzen und anstatt Besteck nur eine Schere gereicht.

Das absolute Highlight in diesem Jahr war das Karnevalfest in Tarifa. Die ganze Stadt traf sich in der Altstadt vor der Kirche und wirklich alle Menschen waren verkleidet. Von den Babys bis zu den Großmüttern und alle feierten und freuten sich miteinander. Es gab die verrücktesten Verkleidungen wie z.B. riesige gelbe Hühner, Catwomen, Lords and Ladys, Geishas, ganze Armeen von „Soldaten“, Indianer usw.. Ein unvergessliches Erlebnis.

Ein, zwei Tage hatten wir dann keinen Wind aber traumhaftes Wetter und fuhren nach Gibraltar. Man kann dort mit dem eigenen Auto(ist günstiger) auf den Affenfelsen fahren, die Affen beobachten wie sie auf den Autos rumspringen und sie auch mit Bananen füttern.

Es ist der  totale Nervenkitzel das Fenster vorsichtig auf zu machen, den Affen zu füttern und dafür zu sorgen, dass er nicht ins Auto springt J Aber auch die kleinen Straßen von Gibraltar mit dem Auto zu befahren ist ein einziges Abenteuer.

Unsere letzte Märzwoche war, die beste der vier Wochen. Jeden Tag Poniente , Sonne und mindestens 25Grad. Den letzten Tag vor der Abreise drehte der Wind noch einmal auf Levante und wir fuhren nach Palmones. Dieser Tag war wirklich der beste  Tag des ganzen Urlaubs. Die Bedingungen waren wirklich nur mit Brasilien zu vergleichen. Das machte es einem wirklich nicht einfacher die Koffer zu packen und wieder nach Hause zu fahren.

Mehr Infos zu Meike findest du unter www.meikeerichsen.com