Die deutsche Kite-Elite hat neue Meister

Bei schwierigen Windbedingungen und regnerischem Wetter ging am Wochenende auf der Ostseeinsel Fehmarn die 9. SEAT Kitesurf-Trophy zu Ende.

Knapp 80 der besten Kitesurfer aus ganz Deutschland kämpften 2010 in den Disziplinen Freestyle und Race um den Titel Deutscher Meister. Auf insgesamt drei Tourstops (30.4.-2.5. Dahme, 13.-16.5. Büsum und 13.-15.8. Fehmarn) mussten die Sportler ihr Können unter Beweis stellen. Für den Titel Deutscher Meister zählt die Gesamtpunktzahl aus allen Wettkämpfen.

Leider waren die Fahrer an diesem Augustwochenende in Zeus Händen. Für die Freestyler bedeutete das, dass Ihre Kites im Materialzelt bleiben mussten. Für die Racer gab es am Samstag aber optimale Wettkampfbedingungen.

Bei den Junioren siegte Florian Gruber (17, Garmisch Partenkirchen) souverän in allen vier Heats. Er setzt sich in der Deutschen Rangliste damit vor Darian Rubbel (18, Steenfeld) und Emmanuel Norman (18, Bedburg). Mit seinem dritten Platz im Freestyle ist er damit bester Over-All Junior 2010.

Beim Race der Herren konnte der 32-jährige Gunnar Biniasch (Bad Soden) drei von vier Rennen gewinnen. Er ist damit der schnellste deutsche Fahrer vor Armin Harich (41, Bad Grassau) und Roy Rodwald (51, Rendsburg).

Bei den Damen gewann Christine Bönninger vor Sabrina Lutz, die in der deutschen Gesamtrangliste aber trotzdem vorne liegt und damit Deutsche Meisterin 2010 vor Heike Wycisk (37, Berlin) und Stephanie Voss (34, Seesen)wird.

Der Rendsburger Mario Rodwald machte von Anfang an deutlich, dass er sich auch in diesem Jahr zum vierten Mal den Meistertitel in der Disziplin Freestyle holen will. Am Ende setzte er sich gegen Niklas Hundgeburth (25, Berlin) und Stefan Permien (23, Kiel) durch. Der Berliner hatte die SEAT Kitesurf-Trophy vor fünf Jahren gewonnen und feierte jetzt mit seinem 2. Platz ein spektakuläres Comeback. Niklas Hundgeburth gab sich nach dem Finale ganz cool: „Ich hatte ja genug Zeit zum Trainieren“, sagte er. Mario Rodwald freut sich über seinen vierten Sieg in Folge: „Ich hatte zwar viel trainiert, aber es kann ja trotzdem eine Menge schief gehen. Nun hoffe ich auch bei der Europameisterschaft Punkten zu können.“

Bei den Damen setzte sich Heike Wycisk (41, aus Berlin) gegen Sabrina Lutz (22, Hamburg) durch und zeigte damit, dass Freestyle nicht nur eine Disziplin für die Jugend ist. Platz 3  sicherte sich Susanne Brill (22, St. Peter-Ording).

Bei den Junioren gewann der 16-jährige Nils Wesch aus Langballig bei Flensburg vor Marian Hundt (18, Habach) und Florian Gruber (17, Garmisch-Partenkirchen), der in seiner Paradedisziplin Race absolute Überlegenheit demonstrierte.

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